Im Rahmen unserer Projektwoche ist der Sport nicht zu kurz gekommen! Insgesamt gab es zwei sportbasierte Projekte, die von den Schülerinnen und Schülern gewählt werden konnten. Doch tun die Teilnehmenden wirklich alles für den Sport?
Die Sporthelfer, die zusammen mit ihrem Lehrer Herrn Sengutta die Ausbildung zum Sporthelfer 1 genießen dürfen, bekommen zudem als erste Schülerinnen und Schüler einen Einblick in unsere neue und rasant sanierte Sporthalle.

Dank der nicht funktionierenden Belüftungsanlage und permanent geschlossenen Fenstern wird ein perfektes tropisches Klima simuliert. Wer würde dort nicht gerne Sport treiben? Und ich meine, man muss ja für die kommenden heißen Sommer trainieren. Umkleiden? Wofür? Es gibt doch den Vorraum der Sporthalle, wo die Sachen abgelegt werden können. Auf dem schönen und neu gemachten Hallenboden liegt noch eine nicht angebrachte Sprossenwand. Sie kann perfekt als Koordinationsleiter genutzt werden und bereitet einen außerdem auf den sehr holprigen und durchlöcherten Weg zur Sporthalle vor … oder besser bereitet nach. Aber wenigstens kann man vor der Halle das schöne Ambiente der Ratinger Dauerbaustelle am Stadttheater genießen.

Trotz dieser „wunderbaren“ Umstände sind die Schülerinnen und Schüler im Projekt sehr motiviert. Sie zeigen Arbeitsbereitschaft, obwohl sie sicherlich doppelt so viel schwitzen wie unter humanen Umständen. Das liegt wahrscheinlich an der Abhärtung durch die letzten zwei Wochen. Die Erwartungen an das Projekt werden völlig erfüllt, und sie haben trotzdem Spaß und lernen auch etwas! Übermittelt wird ihnen ein Grundverständnis von Sport sowie soziale Kompetenzen, die sie später als fertig ausgebildete Sporthelferinnen und Sporthelfer brauchen werden. Der einzig kritisierte Teil des Projektes war der für die Ausbildung nötige Theorieteil, den die meisten Teilnehmenden eher ermüdend finden. Trotzdem bleibt mir als Fazit nur ein Wort: Spaß!

Beim zweiten sportlichen Projekt ging es darum, selbstständig Sportspiele zu entwickeln und zu spielen. Auffällig hierbei war vor allem, dass die ältesten Schülerinnen und Schüler des Projektes in die 9. Klasse gehen, obwohl das Projekt für alle Jahrgänge freigegeben war. Woran kann das liegen? Liegt es daran, dass Sportspiele als kindisch angesehen werden? Oder hat die Oberstufe nur Angst vor den betreuenden Lehrkräften? Ich schätze, wir werden es nie erfahren … Trotzdem ist dieses Projekt für jeden gut geeignet, der Sport mag. Man muss jedoch auch etwas im Köpfchen haben! Ungefähr die Hälfte der Zeit werden sich Spiele in der Theorie ausgedacht, die dann in der anderen Hälfte praktisch getestet und gespielt werden.
Und darin liegt meiner Meinung nach die einzig mögliche Kritik. Die Schülerinnen und Schüler lesen „Sport“ und denken gar nicht erst an den theoretischen Teil, der sie erwartet. Sie unterschätzen das Projekt und freuen sich deswegen zum Teil nur auf den Sport in der Praxis.
Über beide Projekte lässt sich abschließend sagen, dass sie schon auf sportliebende Kandidatinnen und Kandidaten zugeschnitten sind, jedoch auf der theoretischen Ebene unterschätzt werden. Spaß steht trotzdem an erster Stelle, und die Schülerinnen und Schüler freuen sich, in ihren Projekten zu sein.
Mattis (Q1)
